Corona

2020 war ein seltsames Jahr
oder viel mehr eine echte Qual.
Der Geschmack des Lebens wurde schal,
doch jetzt mal ehrlich: wir hatten keine Wahl!

Virus, Pandemie und Infektionsgeschehen,
dazwischen haben wir einander kaum gesehen.
Es war so gut wie alles geschlossen,
und dabei sind manche Tränen geflossen.

Im Lockdown wurde der Einkauf im Supermarkt,
zu einem Abenteuer der feinsten Art.
Auch das Ende vom ersten Corona-Jahr – Silvester –
feierte man allein oder nur mit der Schwester.

Also, wenn man nach diesem Jahr noch steht,
weiß man, dass die Welt sich langsamer dreht.
Man hat gerade sehr viel Zeit;
Dabei entwickeln sich Ängste weit und breit.

Das Virus hat Europa auch 2021 fest im Griff;
vergebens bemüht man sich um ein rettendes Schiff.
Wenigstens sinkt der Inzidenzwert weiter,
vielleicht ist Deutschland dann kein Spitzenreiter.

Nun während der Regen weiter fällt
und ein Hund einsam draußen bellt,
denke ich an das Talent der Menschen zu hoffen
das ist auch mit Corona nicht ersoffen.

Verfasst von Franziska Brößler
Titelbild: J. Hofmann, M. Popp