Narzissmus

Gerade bei hochrangigen Politikern ist der Begriff des Narzissmus recht häufig zu hören. Was ist Narzissmus überhaupt und ab wann zählt man als Narzisst?

Der Begriff kommt ursprünglich aus der griechischen Mythologie und ist verbunden mit der Geschichte des Narziss. Verzaubert durch eine Nymphe verliebt er sich in sein eigenes Spiegelbild im Wasser und ertrinkt, als er ihm näher kommen will. Heute ist der Begriff mit Selbstverliebtheit oder Selbstbewunderung gleichzusetzen.

Ein Narzisst versucht immer im Rampenlicht zu stehen und sich, ohne Rücksicht auf Verluste bis an die Spitze eines  Unternehmens zu kämpfen. Deshalb findet man sie oft in Führungspositionen wieder (siehe USA). Sie sind zudem kaum kompromissfähig und dermaßen von ihrer Meinung überzeugt, dass eine Diskussion schier unmöglich ist. Sie haben auch kaum Einfühlungsvermögen und können schlecht echte Emotionen zeigen.

Narzissmus ist jedoch nicht gleich mit einer Persönlichkeitsstörung gleichzusetzen. Jeder Mensch hat gewisse narzisstische Züge an sich: Man spricht dann auch vom „gesunden Narzissmus“. Es gibt jedoch verschieden ausgeprägte Formen vom Narzissmus, an dessen Spitze die eben genannte Persönlichkeitsstörung steht. Personen mit dieser Diagnose sind meistens nicht gesellschaftsfähig und können sich nicht darin eingliedern. Es gibt auch Ausnahmen, die durch ihre Emotionslosigkeit schnell aufsteigen und hochrangige Posten innehaben. Die Grenzen zwischen einem Charakterzug und einer Persönlichkeitsstörung sind jedoch fließend.

 

Verfasst von Paul Kuntner

Titelbild: P. Kuntner

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