Träumen – wie geht das?

In einem zugigen, kühlen Klassenzimmer um acht Uhr früh ist der Gedanke, sich wieder in das warme Bett zu legen, sehr präsent. Zu dem Zeitpunkt fällt es einem aber oft schwer, sich daran zu erinnern, was oder ob man geträumt hat. Diese Prozesse finden sowohl bei jedem Menschen als auch bei Tieren statt. Besitzer von Hunden oder Katzen haben sicher schon einmal ihr Tier in der Nacht gehört, wie es gewinselt oder miaut hat.

Aber wie und warum träumen wir eigentlich?

Auch in der Nacht arbeiten die Gehirnregionen ständig - so auch zum Beispiel das Sehsystem, weshalb Bilder im Kopf erscheinen. Durch das Zusammenspiel der Regionen wird uns eine Situation vorgegaukelt, die wir auch oft nicht von der Realität abgrenzen können solange wir schlafen. Oft sind das Alltagssituationen, teilweise aber auch bizarre Träume ohne Zusammenhang. Das liegt daran, dass die Tätigkeiten des Gehirns unkontrolliert und unwillkürlich stattfinden.

Der Mensch träumt in allen verschiedenen Phasen des Schlafes; am häufigsten aber in der des REM-Schlafs (rapid eye movement - das heißt, dass sich die Augen schnell bewegen). Dies ist die letzte Phase vor dem Aufwachen. Deshalb kann man sich auch am häufigsten an diese Träume erinnern.

Auf die Frage, warum wir träumen, ist die Antwort nicht so einfach, da sie noch nicht endgültig geklärt ist. Der Psychoanalytiker Sigmund Freud deutet Träume als unterbewusste Wünsche, Sorgen, oder Ängste Diese Theorie gilt heutzutage aber als veraltet. Zeitgemäße Theorien vermuten, dass im Schlaf der vorherige Tag verarbeitet wird oder, dass Grundbedürfnisse im Schlaf - zum Beispiel Durst - durch die Träume verdeckt werden.